Gemeinsam sind wir Kirche

Jahresrückblick 2020

Das besondere Jahr 2020 beginnt für uns in Europa, in Österreich, in Purgstall ganz normal: Die Wiener Philharmoniker spielen das Neujahrskonzert, die Schispringer haben ihre Tournee – und die Sternsinger ziehen in den ersten Tagen von Haus zu Haus. Wir konnten 20901.- Euro an die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Österreich überweisen.

Das Katholische Bildungswerk trifft sich Anfang Jänner zur Planungssitzung für das erste Halbjahr und freut sich auf vielfältige Veranstaltungen.

Viele Begräbnisse und Verabschiedungen in den ersten Wochen des neuen Jahres, darunter auch sehr unerwartete und leidvolle Trennungen auf Lebenszeit, erschüttern viele Familien.

Die Tauferinnerung wird ein Fest der jungen Kirche am Sonntag der Taufe Jesu, beim Pfarrkaffee „wurelt“ es im Pfarrheim.

Die Kirchenrenovierung geht munter weiter mit Orgelstimmen, Besprechungen mit Diözese und den Restauratoren, mit Bundesdenkmalamt und unserem Hauptteam.

Unsere 2-tägige Pfarrgemeinderatsklausur führt uns ins Stift Vorau, der Heimat unseres Pfarrgemeinderates Stefan Romirer, wo wir Pfarre und Stift Vorau kennenlernen.

Eine Diözesanveranstaltung in Wieselburg „Just do it“ mit Purgstaller Beteiligung zeigt ein frisches und jugendliches Bild von Kirche und motiviert zur Arbeit an der Basis.

Hochaltar, Seitenaltäre und die Kanzel sind eingerüstet und werden Schritt für Schritt renoviert. Auch die Bilder im Hochaltar und den Seitenaltären werden gereinigt und ausgebessert. Bis Ende August dauert diese Arbeit der Restauratoren in der Kirche.

Die Lichtfeier mit den Kindern der zweiten Klassen zu Lichtmess und die Semesterferien Anfang Februar sind noch gewohnte Schritte in das begonnene Jahr hinein.

Die Erstbeichtvorbereitung beginnt wie geplant in der Schule, auch der Firmunterricht startet.

Von Ferne hört man ungemütliches Rauschen in den Medien, aufgeregte Berichte aus China, aus dem unbekannten „Wuhan“: ein neuartiges Virus macht den Menschen dort zu schaffen. Aber das ist ja weit weg, wir hören davon in den Medien und gehen zur Tagesordnung über …

Der Pfarrfasching ist ein gemütliches, lautes und lustiges Wochenende im Pfarrheim, die Gaudi kommt nicht zu kurz, die Bälle in den Gasthäusern haben ihre Tradition, auch in der Kirche findet der Fasching in der Predigt einen Widerhall.

Es wird eigenartig mit dem Beginn der Fastenzeit. Da ist noch das Fastensuppenessen und der Beginn der österlichen Bußzeit mit Kreuzweg und der Sammelaktion für die Kinder in der Kirche.

Wir lassen uns noch täuschen von den intensiven Arbeiten am Zehetgruberplatz, am Kirchenplatz, rund um die Kirche. Überall noch Baustelle und Schutt, überall freiwillige Helfer und Baufirmen.

Doch dann geht es Schlag auf Schlag: Covid 19, Corona-epidemie, Pandemie, Lock-down, Stillstand in Europa und anderen Erdteilen und in Österreich, bei uns! Was ist denn da los?

Am Sonntag, 15. März, sind die letzten Messfeiern in größerer Gemeinschaft, am Kirchenplatz – dann wird es still in der Kirche, in den Straßen und Plätzen, in Stadt und Land.

Unausdenkbar noch vor wenigen Wochen: die Krise, dieses kleine Virus, zwingt die Wirtschaft, die Kultur, die Gastronomie, die Kirche, ja unser ganzes gewohntes Leben in die Knie.

Messen im kleinen Kreis im Pfarrhof, Gottesdienste über Radio und Fernsehen, Gebetshilfe für die Hauskirche, Begräbnisse mit 5 Personen, … es ist alles unfassbar: aber die Menschen halten zusammen, helfen einander, machen mit.

Alles aktive Leben in Pfarrheim und Kirche ist ausgesetzt, ALLES! Ostern wird zu Hause gefeiert, stellvertretend für die Pfarre feiert eine kleine Gemeinschaft im Pfarrheim.

Videokonferenzen, Lernen über Internet, vieles Neue müssen Kinder, Jugendliche, Erwachsene einüben und lernen.

„12 Plätze / 12 Schätze“ ist nur ein Beispiel für gelungene Innovationen in dieser schweren Zeit, in der alles Gewohnte wegbricht.

Keine Erstkommunion, keine Firmung, keine Taufen und Hochzeiten – alles muss verschoben werden.

Eine gewisse Entspannung macht sich im späten Frühjahr und Sommer breit, eine neue Normalität wird zum Lichtstreifen am Jahreshorizont.

Der Sommer ist anders als normal, trotzdem angenehm und ruhiger. Das Jungscharlager-Ersatzprogramm im Pfarrheim wird gerne angenommen, natürlich immer begleitet von Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel und Abstandsregeln.

Mit Ende August erstrahlt die Kirche im fertigen Glanz: kein Gerüst mehr, alles ist fertig, große Freude und Erleichterung, viel Lob und Anerkennung für das gelungene Werk. Besucher stauen, Einheimische sind stolz.

Es gibt wieder Hochzeiten im Sommer, eine tolle Eröffnung des neuen Kirchenplatzes mit einem Konzert der beiden Kapellen an einem zauberhaften Sommerabend.

Das große Erntedank-Pfarrfest muss verschoben werden auf das Frühjahr 2021 – so hoffen wir! Erstkommunionen und Firmung werden im Herbst nachgeholt, anders als gewohnt, aber trotzdem als schöne Feste für unser Kinder, Jugendliche und Familien.

Der Sommer hat uns in falscher Sicherheit gewogen, der Herbst, die kälter werdende Jahreszeit warf ihre Schatten voraus. Hohe Infektionszahlen führten zum 2. und 3. Lock-down, in dem wir uns immer noch befinden.

Die Kirchen bleiben wieder leer am Sonntag, dann wieder Lockerungen und wieder Verschärfungen. Videoclips und Hilfen zum Gebet begleiten diese schweren Wochen.

Der Advent 2020 wird ruhiger und beschaulicher, weil viel Tradition und Brauchtum wegfällt, aber das Wesentliche kann mehr Platz bekommen: Gott kommt auf uns zu, wir gehen auf Gott zu.

Mit der Kinderweihnacht im Ortszentrum und den 2 Metten betreten wir kirchliches Neuland, erleben aber ein trotzdem festliches Feiern des Geheimnisses von Weihnachten.

Wir legen ein besonderes Jahr in Gottes Hände zurück und bitten um seine Hilfe in dieser Zeit.



Statistik 2020

Das Sakrament der Taufe ist Aufnahme in die Kirchengemeinde und Anlass zum Feiern in Familie und Pfarre! Für 38 Kinder begann 2020 der christliche Weg in der römisch-katholischen Kirche.

Erstkommunion und Firmung vertiefen und erneuern die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft in der weltweiten Kirche: 55 Kinder baten heuer um die Vorbereitung für die Teilnahme am eucharistischen Tisch des Herrn.

52 Jugendliche wurden heuer auf die Firmung vorbereitet. Das Fest der Firmung war durch die Renovierung bedingt in anderen Pfarren.

5 Wiedereintritte in die katholische Kirche wurden heuer erbeten, darüber freuen wir uns sehr!

Im Sakrament der Ehe stellen Frau und Mann ihr Leben unter den Segen Gottes. 4 Paare aus Purgstall traten in unseren Nachbarkirchen zum Traualtar und erbaten Gottes Liebe für ihr Bemühen um ein gelungenes Eheleben.

Der Tod führt in das ewige Leben. 56 Menschen haben 2020 das Erdendasein beendet und sind eingetreten in das Licht der ewigen Liebe.