Gemeinsam sind wir Kirche

Jahresrückblick 2018

• Die Sternsinger bringen Segen und Neujahrswünsche in jedes Haus und erbitten Unterstützung für Menschen in Not: 20158,- Euro konnten wir der österreichweiten Aktion überweisen.

• Gleich im Jänner geht es weiter mit intensiven Sitzungen zur Vorbereitung der Kircheninnenrenovierung 2019. Das ganze Jahr über planen wir viele Stunden, Abende, Vor- und Nachmittage in Purgstall, immer wieder gibt es auch Abstimmungsgespräche und Termine in St. Pölten, damit das Riesenprojekt gut gelingen kann.

• Inzwischen gut bekannt und angenommen ist das Fastensuppen-Essen am Aschermittwoch. Einfache, aber gute Suppen im Pfarrsaal und eine Spende für Menschen, die Hunger leiden, sind der Beginn der österlichen Bußzeit.

Pater Ewald Volgger aus Linz begleitet uns bei der Planung der Kirchenrenovierung und ist Gast am 1. Fastensonntag als Prediger über liturgische Herausforderungen der Kirchenrenovierung und über die Chancen der Neugestaltung unseres Kirchenraumes.

• Der frühe Ostertermin versammelt uns am 1. April zur Feier der Auferstehung Jesu Christi. Jahr für Jahr gedenken wir in der heiligen Woche des Leidens und Sterbens Jesu und stimmen in der Osternacht das fröhliche "Halleluja" an.

• Die pfarrliche Theatergruppe begeistert uns mit dem Stück "Die 3 von der Tankstelle" und trägt einen wichtigen Teil bei zum vielfältigen Programm in Pfarrsaal und Pfarrheim.

• Im Frühjahr wird die alte Friedhofmauer beim Pfarrheimparkplatz neben der Kirche renoviert. Viele freiwillige Helfer engagieren sich und hinterlassen ein gelungenes Werk für uns alle.

• Das "Katholische Bildungswerk" liefert wieder eine breite Palette an Veranstaltungen im Frühjahr und im Herbst, unter anderem einen Kabarett-Abend mit dem Langenharter Pfarrer Herbert Reisinger.
Erstkommunion und Firmung Mitte Mai sind traditionelle Feste mit großer Beteiligung der Kinder und der Familien: da erlebt man staunend, wie viele Menschen in der Pfarre leben!

• Im Juni begrüßen wir einen besonderen Gast im "Museum im Ledererhaus": das Votivbild aus Purgstall, 300 Jahre alt, ist einige Monate bei uns, bevor wir es bei der Wallfahrt im Herbst wieder in die Basilika auf den Sonntagberg zurück bringen.

• Das große Pfarrfest im Juni ist ein besonderer Tag der Gemeinschaft und ein gelungenes Fest für Jung und Alt. Daneben gibt es das Jahr über Pfarrcafes, die Mitarbeiterjause, Pfarrseniorenrunden und viele andere Gelegenheiten, die Gemeinschaft in der Pfarre zu erleben.

• Am 1.Juli wird Dr. Alois Schwarz in sein neues Amt als Bischof von St. Pölten eingeführt. Die gute Stimmung beim Fest im Juli wird getrübt durch dunkle Gewitterwolken aus Gurk-Klagenfurt, die immer noch nicht verzogen sind.

• Im Juli sind die Eltern unseres Kaplans Stefan für 16 Tage unsere Gäste. Wir zeigen ihnen Purgstall und die Umgebung. Einige Tage sind sie Pilger in Lourdes, ehe sie voll mit Eindrücken wieder in ihre indische Heimat zurückkehren.

• Das Jungschar- und Ministranten-Lager in Ravelsbach ist toll gelungener Höhepunkt des Kinder- und Jugendjahres der Pfarre. Diakon Peter feiert am Lager seinen 50-sten Geburtstag. Wir gratulieren am darauffolgenden Sonntag und wünschen Gottes Segen.

• Unsere Minis sind nicht wegzudenken vom Pfarrleben. die "Großen" dürfen im Sommer zur Mini-Wallfahrt nach Rom aufbrechen, wo sie mit über 50.000 Minis aus ganz Europa mit Papst Franziskus zusammentreffen.

KIBITA, KIMALI, KILI und MUKI sind bekannte Kürzel für das Arbeiten mit den Kindern in Pfarrheim und Kirche, in Freizeit und beim Gottesdienst.

Altbischof Georg und der amtierende Bischof Georg aus Indien, Kerala, besuchen Purgstall und Kaplan Stefan und freuen sich über die gute Aufnahme ihrer jungen indischen Priester im Mostviertel.

• Anfang September müssen wir nach 25 Jahren intensiver und wertvoller Arbeit unsere Pfarrhaushälterin Maria Gedl krankheitsbedingt in die Pension verabschieden. Maria zieht nach Hafnerbach zu ihrer alten Mutter. Frau Rosi Piber tritt an ihre Stelle und beginnt mit Freundlichkeit und großem Einsatz ihren neuen Dienst im Pfarrhof.

• Der Herbst mutet uns in der Kirchenstraße viele Behinderungen zu: Der Grund sind notwendige Renovierungen und Einbauten vor der neuen Kirchenplatzgestaltung.

• Im Oktober sind Don Bosco und Helan aus Indien, Tamil Nadu, unsere Gäste. Sie berichten von Krankenhaus und Schule und sind sehr dankbar über unsere Erntedankspenden und das Patenkinderprojekt.

Musica vocalis lädt zu einem Konzert in den Pfarrsaal und begeistert mit einem hervorragenden Programm die zahlreichen Gäste. Wir hören sie ja das Jahr über auch immer wieder zu den Festzeiten beim Gottesdienst.

• Am 1. Adventsonntag Nachmittag ist die Pfarrkirche "pumvoll". Geschätzte 900 Menschen sind im Gotteshaus beim Adventkonzert der Caritas und erleben einen stimmungsvollen Beginn in die besondere Zeit.

Adventmarkt in der Feichsenallee und Roratemessen, Gottesdienste und persönliches Bemühen geleiten uns zur Kinderweihnacht und zur Mette, wo wir 2oo Jahre "Stille Nacht, heilige Nacht" begehen und die Geburt Jesu Christi feiern.

• Viel Gewöhnliches und manche Besonderheit, Freud und Leid legen wir vor Gott und bitten um seinen Segen für 2019!



Statistik 2018

‐ Das Sakrament der Taufe ist Aufnahme in die Kirchengemeinde und Anlass zum Feiern in Familie und Pfarre!
Für 54 Kinder begann 2018 der christliche Weg in der römisch-katholischen Kirche.

‐ Erstkommunion und Firmung vertiefen und erneuern die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft in der weltweiten Kirche: 62 Kinder baten heuer um die Vorbereitung für die Teilnahme am eucharistischen Tisch des Herrn.

‐ 54 Jugendliche empfingen im Firmsakrament die 7 Gaben des Heiligen Geistes, der sie für ihren Dienst am Leben zurüstet.

‐ 8 Wiedereintritte in die katholische Kirche wurden heuer erbeten, darüber freuen wir uns sehr!

‐ Im Sakrament der Ehe stellen Frau und Mann ihr Leben unter den Segen Gottes. 12 Paare traten in Purgstall zum Traualtar und erbaten Gottes Liebe für ihr Bemühen um ein gelungenes Eheleben.

‐ Der Tod führt in das ewige Leben. 51 Menschen haben 2018 das Erdendasein beendet und sind eingetreten in das Licht der ewigen Liebe.




DANKE

Wir haben Dankgottesdienst gefeiert und haben nun noch eine besondere Ehrung und Bedankung vorzunehmen. Heute werden keine wohlverdienten Menschen unserer Pfarre in den Mittelpunkt gestellt - davon hätten wir aber auch sehr viele! -, sondern unsere altgediente Pfarrkirche, von deren äußerer Gestaltung wir uns im kommenden Jahr verabschieden werden.
Das nehmen wir heute zum Anlass, einmal Danke zu sagen für die Ausstattung und für manche besondere Orte unserer Kirche, die wir so in der neuen Gestaltung nicht mehr erleben werden.
2 Pfarrgemeinderatsvorstände, Annemarie Kendler und Diakon Franz werden den erinnernden Dank aussprechen.

"Nicht zufällig wurde 1985, anlässlich der 200. Wiederkehr der Hochaltarweihe, die neue Altarraumgestaltung mit dem neuen Volksaltar durchgeführt und zum Jahrestag konsekriert. Der Entwurf dafür stammt von Architekt Wilhem Zotti aus St.Pölten."- so lesen wir in unserem derzeitigen Kirchenführer.
Durch die jetzt erfolgte neue Konzeption des Altarraumes nach den liturgischen Vorgaben des 2. Vatikanischen Konzils durch Architekt Paul Preiss aus Wien werden wir im kommenden Renovierungsjahr einen neuen Feier-Altar, einen neuen Ambo und neue Sitze für den Vorsteher, die Diakone und die Ministranten bekommen.
Unser Volksaltar aus Marmor war über 33 Jahre der "Tisch des Herrn", der "Tisch der Eucharistie" und die sammelnde Mitte des Gottesvolkes unserer Gemeinde.
Der Ambo aus Holz ist auch aus den 80-er Jahren: Er ist der Ort der Verkündigung der Frohbotschaft, der Ort der Predigt und der Fürbitten. Der Vorstehersitz und die Sitze für die Diakone sind noch älter, nur die meisten Mini-Hocker sind aus den 90-er Jahren. Wir sind sehr dankbar, dass wir für diese wichtigen und zentralen Ausstattungsgegenstände unserer Kirche wieder einen würdigen Platz der Weiterverwendung gefunden haben. Die mit nur 800 Katholiken kleine Gemeinde in St. Andrä an der Traisen, gleich neben Herzogenburg, freut sich sehr auf diese Gaben aus unserer Kirche und kann sie in ihrer großen Kirche gut brauchen.
Pfarrer Ambrosius von St. Andrä (ein Herzogenburger) hat die Aufgabe, den Abbau und den Transport zu organisieren. Wir verlangen kein Geld für diese liturgischen Gegenstände von der nicht begüterten Pfarre, freuen uns aber sehr, dass wir damit eine "Partnerpfarre" bekommen werden, wo wir ein Stück liturgische Heimat wiederfinden, wenn wir auf Besuch kommen.

Der Geburtsort der Christen und Christinnen unserer Pfarre ist das Taufbecken, links vorne vor dem Oratorium. Unser Taufbecken ist ein barockes Stück und war früher in der Marienkapelle, die auch Taufkapelle gewesen ist. - Die älteren unter uns werden sich daran noch erinnern!
Unter Pfarrer Kreuth wurde hier vorne der Taufort gestaltet.
Seitdem versammeln sich um diesen Taufbrunnen Jahr für Jahr viele dankbare Eltern, Großeltern, Verwandte, Paten und Freunde zur schönen Feier der Aufnahme in die katholische Kirche, konkret in die Pfarrgemeinschaft von Purgstall.
Durch die Neugestaltung im kommenden Jahr wird die Marienkapelle wieder unsere Taufkapelle und bekommt ein ganz neues Gesicht. Auch das Taufbecken wird neu und an die anderen liturgischen Orte künstlerisch angeglichen.
Dieses Taufbecken wird zu einem Weihwasserbecken bei einem unserer Kircheneingänge. So bleibt dieses barocke Stück in unserer Kirche und erinnert uns Sonntag für Sonntag an die Taufe, die uns geheiligt hat und die das Tor zur Christengemeinde ist.

Alle wissen, wo unsere Beichtstühle stehen und haben daran unterschiedliche Erinnerungen. Drei Beichtstühle haben wir in unserer Kirche: den Pfarrer-Beichtstuhl, den Kaplan-Beichtstuhl und den Bene-Beichtstuhl. Früher waren sie sehr stark frequentiert, in den letzten 2 Jahrzehnten hat sich die Beichtpraxis radikal verringert.
Waren vor 25 Jahren noch an die 1000 Christen vor den kirchlichen Hochfesten bei den Beichtstühlen angestellt, so waren heuer im Advent insgesamt nur 60 Menschen bei der Ohrenbeichte, die Kinder der Volksschule sind da schon mitgerechnet.
Diese Beichtstühle haben keinen künstlerischen Wert und werden daher herausgenommen und verbrannt. Die Orte, wo die Beichtstühle standen, werden andere Verwendungen finden.
Aber natürlich haben wir auch weiterhin einen Ort der Versöhnung, wie man besser zu den Beichtstühlen sagt. Die jetzige Grabkapelle wird Platz für den Kerzerlständer, die Marienstatue mit Bänken davor - und für den Versöhnungsort: das wird ein gestalteter Raum in der Kapelle werden, der zum Gespräch, zur Beichte, zur Beratung einlädt. Freundlich gestaltet zum Sitzen oder Knien. Und für besondere Anlässe wird auch im neuen Sakristeizubau - das jetzige Heizhaus - ein Platz für Beichte und Aussprache mitbedacht.

Etliche Gäste aus anderen Pfarren sagen manchmal scherzhaft: "Bei euren Kirchenbänken in Purgstall büßt man seine Sünden ab", - so eng sind sie, so unbequem sind sie vor allem für größere Leute.
Auch da gibt es eine große Veränderung. Wir müssen zwar die alten Kirchenbänke wieder verwenden (Bundesdenkmalamt!), aber wir dürfen sie umbauen und werden sie so gestalten, dass auch größere Menschen sich wohl fühlen und eine Stunde gut und ohne Schmerzen mitfeiern können.
Nur die kurzen Kirchenbänke links und rechts unter den Emporen werden aus der Kirche kommen: sie wandern nach Polen, wo unser Krippenbauer Peter Kandziora eine Kirchengemeinde gefunden hat, die sich sehr über unsere alten Bänke freut.
Seit ca 1800 (also über 200 Jahre!) haben wir diese barocken Bänke in unserer Kirche, so viele Menschen sind all die Jahrhunderte hier gesessen, haben gebetet und geweint, haben festliche Freude erlebt, manchmal sich geärgert oder aufgetankt. Diese Bänke atmen Geschichte und könnten so viel erzählen! Auch die schwarzen Stellen von den Dochtkerzen und die Namensschilder.
Die Menschen sind größer geworden und manchmal auch ein bisschen fester.
Wir werden uns an den runderneuerten Bänken sehr freuen: aber noch viel wichtiger ist, dass die Bänke immer voll sind mit Menschen, dass die Plätze manchmal zu wenig werden und wir hier wirklich viele Menschen versammeln zum Lobe Gottes.

Wir werden uns im kommenden Jahr auch verabschieden müssen von den Lustern hier in der Kirche: sie sind aus 1956! Auch von der alten Lautsprecheranlage und der uralten Heizung aus 1968. Jahr für Jahr "bandern" wir, früher unser Mesner Rudi Schausberger, heute Diakon Peter und Mesner Sepp Größbacher, dass die Heizung noch ein Jahr aushält: bald hat sie es geschafft und darf in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Die neue Heizung wird von der Fernwärme beim Parkplatz mitversorgt und wird eine Wandtemperieranlage sein.

Ja, so haben wir einiges gehört, was wir verabschieden müssen, weil es einer neuen Gestaltung oder moderneren Möglichkeiten weichen muss.
Möge alles so gelingen, wie wir es uns wünschen, zum Lobe Gottes und zum Wohl der feiernden Menschen hier in der Kirche.